
Zugegeben, an die Varadero 125 aus gleichem Hause, die mit ihrer imposanten Erscheinung glatt als 350er durchgehen könnte, kommt die kleine CBF nicht heran. Aber dennoch wirkt auch Hondas jüngster Spross (fast) wie ein richtiges Motorrad. Das Design stellt eine gelungene Mischung aus Sportlichkeit und Solidität dar. Besonderes Kennzeichen ist die pfeilförmig nach vorne zulaufende Tankverkleidung, die den Knien ein wenig Wetterschutz bietet. Gleiches gilt für die kleine Scheibe, die den Oberkörper etwas vom Winddruck entlastet. Am Heck wird die Designlinie mit einem dreizackigem Bürzel fortgesetzt. Den Abschluss bildet eine eigens für das neue Leichtkraftrad entworfene Rückleuchte.
Die Sitzposition ist aufrecht, gleichwohl dürften sich Europäer einen ein paar Millimeter höher platzierten Lenker wünschen. Das Cockpit beschränkt sich auf das Wesentliche. Neben dem Tachometer finden sich eine Tankanzeige und die üblichen Kontrollleuchten für Leerflauf, Fernlicht und Blinker. Unter der abnehmbaren Sitzbank, die auch ausreichend Platz für einen Mitfahrer bietet, finden sich ein Helmschloss und ein wenig Stauraum.
Mit fast schon selbstbewusstem tönendem Viertaktklang nimmt der Motor nach dem Druck auf den Anlasserknopf seine Arbeit auf. Zügig zieht die CBF 125 in den ersten drei Gängen an. Den fehlenden Drehzahlmesser ersetzt das „Popometer“, wenn beispielsweise im vierten Gang ab Tempo 90 nicht nur die Gashand zu kitzeln beginnt. Nach dem Wechsel in den fünften und letzten Gang läuft die CBF 125 dann aber wieder recht ruhig. Das Getriebe lässt sich präzise und vor allem sehr leichtgängig schalten.
Daten: Honda CBF 125
Motor (Bauart, Hubraum): luftgekühlter Einzylinder-Viertakt, 124,7 ccm
Max. Leistung: 8,3 kW / 11,3 PS bei 8000 U/min
Max. Drehmoment: 11,2 Nm bei 6250 U/min
Getriebe: 5-Gang
Tankinhalt: 13 Liter
Gewicht (vollgetankt): 128 kg
Höchstgeschwindigkeit: 104 km/h
Preis: 2.150 Euro
Von Jens Riedel