Horex VR6: Erstes Modell ohne Kompressor

Die Horex GmbH ändert ihre Modellplanung und das Timing für den Serienanlauf: Als erstes Motorrad der neuerstandenen Marke wird im Frühjahr 2012 die VR6 Roadster ohne Kompressoraufladung auf den Markt kommen. Später folgt dann die aufgeladene Variante. Grund der Planungsänderung: Aufgrund der sehr guten Konjunktur verschieben sich die Bereitstellungstermine für eine Reihe wichtiger Teile von Zuliefererseite auf später.

Die aktuell sehr gute Auftragslage in der Zulieferindustrie und die damit verbundene hohe Auslastung der Fertigungskapazitäten hat Auswirkungen auf die Projektplanung der Horex GmbH. „Natürlich freuen wir uns prinzipiell über den deutlichen Aufschwung in der europäischen Automobil- und Motorradindustrie“, so Clemens Neese, Geschäftsführer von Horex. „Leider gehören wir aber auch zu den Leidtragenden der Situation. Konkret ist es so, dass eine Reihe von Lieferanten die bisherigen Lieferdaten für unsere Teile auf einen späteren Zeitraum verlegt hat. Das zwingt uns dazu, den Serienanlauf der neuen Horex auf das Frühjahr 2012 zu verschieben.“

Da dies im besonderen Maß auf Teile im Umfeld der Kompressoraufladung zutrifft, hat die Horex GmbH zudem ihre Modellplanung geändert. Die ursprüngliche Planung von Horex sah vor, mit dem Modell VR6 Roadster inklusive einer Motoraufladung via Kompressor zu starten. Ein Festhalten an dieser Planung hätte den Serienanlauf aufgrund der Lieferproblematik jedoch auf einen deutlich späteren Zeitpunkt im Jahresverlauf verzögert. „Da wir auf jeden Fall eine neue Horex zum Saisonbeginn 2012 auf den Markt bringen wollen, haben wir uns entschlossen, die geplante Version ohne Kompressor zeitlich vorzuziehen“, ergänzt Neese. „Die Kompressorversion rückt damit zeitlich nach hinten und wird später auf den Markt kommen.“

Mit dem Verzicht auf die Aufladung kommt die klassisch gezeichnete Horex VR6 Roadster dem Ideal eines puristischen Nakedbike einen weiteren Schritt näher. So wird die Saugvariante des neuen Sechszylinder-Motorrads zwar mit rund 160 PS etwas weniger Leistung auf die Straße bringen als die Kompressorversion, die neue Horex spielt aber damit auch ohne Aufladung ganz klar in der Oberliga dieses Marktsegments. Nebenbei ergibt der Verzicht auf die Aufladung und die hierfür notwendige Peripherie eine deutliche Gewichtsreduzierung.

Über diese modellpolitische Entscheidung hinaus gibt es eine technische Änderung beim Sekundärantrieb. Hier sind die Prämissen von Horex, geringes Gewicht mit optimaler Kraftübertragung und bestem Fahrkomfort zu verbinden. Die Testfahrten mit den Prototypen haben ergeben, dass der geplante Sekundärantrieb über einen Zahnriemen diese Vorgaben – insbesondere in Sachen Fahrkomfort und Ruckdämpfung – nicht zufriedenstellend erfüllen kann. Daher wird die neue Horex mit einem Kettenantrieb in modernster Ausführung auf den Markt kommen.

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